Netzwerk-Tagung

PFLEGEIMAGE - IMAGE PFLEGEN

Zur Beziehung von Sprache und der Attraktivität von Pflegeberufen

Kaum ein Berufsfeld unterliegt einer derartigen Dynamik wie die Pflege und Betreuung von alten Menschen. Wir alle wissen, dass die Menschen immer älter werden. Hand in Hand geht mit der immer höher werdenden Lebenserwartung die Tatsache, dass sich gleichzeitig die Krankheitsbilder und die Pflegeintensität verändern. Deutlich wahrnehmbar sind auch die Professionalisierung der Pflege und die Veränderung der Berufsidentität.

Aufgrund des steigenden Bedarfes an Pflegekräften in den nächsten Jahren stellt der Pflegebereich ein wachsendes Beschäftigungssegement dar. Die Jobaussichten sind sehr gut. Repräsentative Studien zeigen, dass die Verweildauer in Pflegeberufen eine sehr hohe ist. Beschäftigte in der Pflege üben ihren Beruf sehr gern aus. Dennoch hat der Pflegeberuf ein sehr schlechtes Image in der Bevölkerung.

Im Zuge des Interreg-Projekts „Zukunft PFLEGEN – Grenzüberschreitendes Agemanagement in der Pflege“ fand am Donnerstag, 15. Oktober 2009, in den Räumlichkeiten der Arbeiterkammer Braunau eine Tagung zum Thema „PFLEGEIMAGE – IMAGE PFLEGEN – Zur Beziehung von Sprache und der Attraktivität von Pflegeberufen“ statt. Vertreter/-innen aus Politik, von Pflegeinstitutionen, Sozialhilfeverbänden und Bildungsanbietern/-innen sowie regionale Akteure/-innen nahmen an der Veranstaltung teil.

"Ziel dieser Tagung ist es, die Teilnehmer/-innen für das Thema Image und Sprache zu sensibilisieren. Die Teilnehmer/-innen erfahren, wie sie als einzelne/-r Akteur/-in Image bewusst gestalten können, einerseits im Berufsfeld an sich und andererseits in der Kommunikation nach außen", sagt Erika Rippatha diplômée, Projektleiterin des Interreg-Projekts.

In der Pflege hat es häufig den Anschein, dass das Image der Altenbetreuung und –pflege weit entfernt von den dort beschäftigten Personen entsteht. Die Beteiligten fühlen sich oft als „Opfer“ des Images, als dass sie Einfluss darauf nehmen. So ist es aber nicht: Image passiert nicht, sondern ist gestaltbar! Das unterstrichen auch die beiden Referentinnen in ihren Vorträgen. Die Krankenschwester und Dipl.-Pflegewirtin (FH) Birgit Hullermann aus Münster ging der Frage nach, wo und wie im Berufsfeld der Pflege kommuniziert wird. Die zweite Referentin, Marion Seigel von care-comm aus Hamburg zeigte, wie Öffentlichkeitsarbeit in Pflegeeinrichtungen funktionieren kann.